Louis Steup wird am 15. Oktober 1853 in Marienberg geboren, als Sohn des Christian Steup und seiner Ehefrau Charlotte, geb. Kempf. Sein Vater Christian war ein großer und kräftiger Mann und lange Zeit Küster der ev. Kirchengemeinde Marienberg. Als solcher besorgte er mit seinen Angehörigen das Läuten der Kirchenglocken und das Balgtreten der Kirchenorgel.
Louis lebte als Landmann und Schreinermeister zu Marienberg und heiratete am 5. August 1886 Wilhelmine Schmidt, geb. 22. September 1859, Tochter des Land- und Bergmannes Wilhelm Siegfried Schmidt und seiner Ehefrau Elisabethe, geb. Leukel zu Eichenstruth.
Seine Ehefrau starb am 15. September 1900. Er gehörte längere Zeit der Gemeindevertretung in Marienberg als Mitglied an und starb am 4. September 1916 in Marienberg. War ein freundlicher, gefälliger und arbeitsamer Mann.
Kinder sind:
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Heinrich Steup, Landmann, Maurermeister und Bauunternehmer zu Marienberg, geb. am 3. Juni 1887, verheiratet seit 14. September 1907 mit Luise Schütz, geb. am 27. Januar 1886, Tochter des Land- und Bergmannes Matthias Schütz jr. und seiner Ehefrau Karoline Therese, geb. Scheidt in Hof. Er hat das väterliche Haus übernommen. Sie starb am 7. Juli 1939 in Marienberg. Er lebt in zweiter Ehe seit 3. Juli1943 mit der geschiedenen Näherin Lina Keßler, geb. Zeiler, die am 1. Januar 1907 in Marienberg geboren wurde. Die zweite Ehe blieb kinderlos. Seit Herbst 1948 ist er auch 1. Beigeordneter von Marienberg. Daneben führt er den Vorsitz im Aufsichtsrat der Westerwälder Volksbank und stellt derselben seine langjährigen Erfahrungen und reichen Kenntnisse zur Verfügung. Der Volksmund gab ihm im Hinblick auf seinen starken Schnurrbart den Beinamen "Schnorres". Über das 25jährige Bestehen der Baufirma brachte die Westerwälder Zeitung in Nr. 83 ihrer Ausgabe vom 5. April 1952 nachfolgenden Artikel:
"Jubiläen im Betrieb. Marienberg.
Am 1. April feierte das Baugeschäft Steup und Söhne sein 25-jähriges Bestehen. Während dieser Zeit erbaute die Firma über 40 Häuser. Außerdem führte sie viele größere Umbauten durch. Der erste größere Bau war das Volkshaus in Marienberg, in dem sich heute das Staatliche Gesundheitsamt befindet. - Zwei Angestellte der Firma konnten ebenfalls auf eine 25-jährige Mitarbeit im Betrieb zurückblicken. Wilhelm Krekel, der wenige Tage nach der Neugründung in das Geschäft eintrat und ihm stets die Treue gehalten hat, wurde ein namhaftes Geschenk überreicht. Ein weiterer Jubilar war der Mitinhaber Walter Steup. Eine kleine Feier führte die Belegschaft im Hause des Chefs zusammen. "
Kinder aus erster Ehe sind:
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Walter Steup, geb. 25. Dezember 1907 in Marienberg, im Baugeschäft seines Vaters als Maurer beschäftigt, verheiratet seit 9. Juni 1934 mit Paula Rickes, geb. 21. August 1915 in Marienberg. Er hat den zweiten Weltkrieg mitgemacht und zuletzt als Obergefreiter bei der Infanterie in Rußland gekämpft. Ist im Besitz des Kriegsverdienstkreuzes II. mit Schwertern. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:
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Inge Steup, geboren am 11. Oktober 1934, sie ehelichte am 15. November 1952 den Bergmann Willy Pfeiffer aus Bach, geb. daselbst am 1. Oktober 1930. Ihnen wurde am 17. Februar 1953 die Tochter
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Renate Pfeiffer geboren
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Helene Steup, geb. 25. Januar 1937, gest. 18. Oktober 1938
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Erna Steup, geb. 29. April 1938
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Heinrich Steup, geb. 7. Februar 1941
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Gisela Steup, geb. 1. Mai 1948 in Marienberg
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Emma Steup, geb. 25. Januar 1909 in Marienberg, verh. seit 4. Januar 1930 mit dem Kraftfahrer Albert Müller, geb. 11. Juni 1903 in Marienberg. Er wird bei der Überlandzentrale (Ewag) in Höhn beschäftigt, wo er auch mit seiner Familie wohnt, die außer den Eheleuten aus den Töchtern
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Gertrud Müller, sie (Trudel) hat am 16. Januar 1954 Günther Wüst aus Langenbach bei Marienberg geheiratet.
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Doris Müller besteht.
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Frieda Steup, geb. 12. April 1914 in Marienberg, verh. seit 23. Mai 1936 mit dem Bautechniker und Maurermeister Robert Karl Künkler, geb. 25. Mai 1909 in Zinhain. Die Familie wohnte vom 1. Dezember 1941 bis 31. Mai 1949 im Erdgeschoß des Elternhauses des Verfassers [Emil Steup]. Er ist als Bauingenieur im Baugeschäft seines Schwiegervaters tätig und hat den zweiten Weltkrieg mitgemacht, in dem er zuletzt dem Luftgaukommando Königsberg als Reg.-Bauinspektor a. Kr. angehörte. Besitzt das Kriegsverdienstkreuz II. mit Schwertern Nach gut bestandener Meisterprüfung vor der zuständigen Meisterprüfungskommission für das Maurerhandwerk im Bezirk der Handwerkskammer Koblenz wurde er durch Meisterbrief vom 12. November 1948 zum Meister im Maurerhandwerk ernannt. Zugleich wurden ihm die damit durch Gesetz erworbenen Rechte zuerkannt. Er führt auch den Vorsitz im Marienberger Handwerker-, Handels- und Gewerbeverein. In den Jahren 1948/49 hat er sich an der Büchtingstraße in Marienberg ein Eigenheim erbaut, das er mit seiner Familie am 1. Juni 1949 bezog. Bei der Wohnstätte ist zugleich eine Stampferei zur Herstellung von Betonwaren eingerichtet worden. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:
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Marianne Künkler, geb. 14. März 1937
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Klaus Heinrich Künkler, geb. 9. Juli 1938, gest. 25. Februar 1941 in Zinhain
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Margot Künkler, geb. 28. Oktober 1942 in Marienberg
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Karl Steup, Eisenbahnschaffner zu Marienberg, geb. 30. Dezember 1888, verh. seit 21. März 1912 mit Emma Luckenbach, geb. 26.Dezember 1890, Tochter des Schreinermeisters Eduard Luckenbach und seiner Ehefrau Hermine, geb. Jung zu Waigandshain. Er gehört der Bewegung der Bibelforscher - Jehovas Zeugen - an und war längere Zeit in einem Konzentrationslager interniert. Nach Befreiung aus der Internierung beim Zusammenbruch 1945 verbringt er, der seit 1934 pensioniert ist, seinen Lebensabend in Marienberg. Kinder sind:
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Else Margarete Steup, geb. 11. Dezember 1912 in Marienberg, verh. seit 20. April 1935 mit dem Steinbrucharbeiter Ernst Keßler, geb. 2. August 1911 in Pfuhl, wohnhaft in Pfuhl.
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Hildegard Steup, geb. 5. Mai 1914 in Marienberg
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Bernhardine Amalie Steup, geb. 7. Februar 1920 in Marienberg, verh. seit 28. Oktober 1941 in Hannover
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Therese Steup, geb. 8. Juni 1921 in Marienberg, gestorben daselbst am 4. Oktober 1929
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Theobald Steup, geb. 30. August 1923 in Marienberg. Er ist gelernter Sattler, jetzt Bergmann auf einer Grube im Siegerland.
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Wilhelm Theodor Steup, geb. 25. Februar 1891 in Marienberg. Er war auf einem Walzwerk in Wissen an der Sieg beschäftigt, wo er auch geheiratet hat. Machte den ersten Weltkrieg mit und starb im März 1919 an einem Herzleiden in Wissen (Sieg). Der aus der Ehe hervorgegangene Sohn fiel im zweiten Weltkrieg.
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Auguste Steup, geb. 6. Januar 1893 in Marienberg, verh. seit 1. November 1919 mit dem Berg- und Landmann, späteren Wegewärter Louis Kleber, geb. 14. November 1885 in Marienberg, Sohn des Landmannes und Kreiswegewärters Wilhelm Kleber und seiner Ehefrau Helene, geb. Müller zu Marienberg. Der Ehe entsprossen mehrere Kinder:
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von denen der jüngste Sohn Hermann Kleber mit seiner Familie im Elternhause in Ober-Marienberg an der Ringstraße neben dem Gemeindebackhause wohnt und als Bergmann auf einer Grube in Herdorf tätig ist.
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Emilie Steup, geb. 11. November 1894 in Marienberg, verh. seit 1. Oktober 1921 mit dem Schmied Hermann Seiler, geb. 16. Dezember 1880 in Langenbach und wohnhaft daselbst .
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Ernst Steup, geb. 1. November 1896 in Marienberg, gest. da selbst am 20. November 1901.
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Robert Steup, geb. 20. September 1898 in Marienberg, Steinbrucharbeiter und Bergmann in Großseifen, verh. seit 21. Dezember 1929 mit Wilhelmine Noll, geb. 2. Januar 1905 in Oberhausen (Rhld.). Seit Herbst 1952 ist er auch zweiter Beigeordneter von Großseifen. Kinder sind:
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Lore Steup, geb. 27. Januar 1926 in Frankfurt a. M., nachträglich anerkannt, verh. seit 25. Dezember 1946 in Emmerichenhain mit dem Schmied Rudi Franz Matzkat, geb. 8. November 1924 in Massen, wohnhaft in Niederroßbach, Sohn des Reviersteigers i. R. Jakob Eduard Matzkat und seiner Ehefrau Henriette Martha, geb. Wendt zu Niederroßbach, früher in Dortmund. Ihnen wurde am 1. Juli 1947 in Niederroßbach die Tochter
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Gisela Matzkat geboren.
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Inge Steup, geb. 3. Februar 1931 in Großseifen.
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Renate Erika Steup, geb. 6. März 1934 in Großseifen.
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Ewald Steup, geb. 17. Dezember 1899, gest. 6. April 1900 in Marienberg.