Johannes Steup lebte als Landmann in Illfurth, geb. 1. Juli 1764 zu Hof, verh. seit 20. Dezember 1786 mit Anna Maria Greb, geb. 12. April 1767, Witwe des Johann Christ Greb von Langenbach und Tochter des verstorbenen Kirchspiels-Schultheißen Johannes Steup zu Illfurth. Die Eheleute lebten in günstigen Verhältnissen. Ihr Wohnhaus mit Wirtschaftsgebäuden hatte 1815 bei Aufnahme in das Brandsteuer-Kataster einen Wert von 1730 fl. 1814 war seine Witwe die begütertste und höchst besteuerte Einwohnerin von Illfurth und hatte nach einem veranlagten Grundsteuersoll von 82 Fr., 48 Cent und einem Personalsteuersoll von 12 Fr., 79 Cent, also nach einem Gesamtsteuersoll von 95 Fr., 27 Cent zu einer Extra-Kriegssteuer einen Beitrag von 22 fl., 6 alb. und 7 Pfg. zu leisten.
Er starb am 9. Januar 1800 an der Auszehrung; sie folgte ihm am 16. Mai 1821 im Tode, 54 Jahre alt. Kinder waren:
-
Anna Maria Steup war am 31. August 1788 in Illfurth geboren und seit 18. November 1803 mit dem Landmann Gerlach Steup zu Illfurth verheiratet.
-
Anna Christine Steup, wurde am 16. Februar 1791 in Illfurth geboren und verheiratete sich am 27. Februar 1807 mit dem Landmann Daniel Häbel von Marienberg, geb. 23. November 1789. Sie starb am 6. April 1860. Er war ihr am 14. Oktober 1857 im Tode vorangegangen. Die Grabstätte der Eheleute, die einen Grabstein mit eingemeißelter Inschrift trägt, befindet sich noch auf dem Friedhof zu Marienberg. Kinder waren:
-
Heinrich Häbel war Landmann und Feldgerichtsschöffe in Marienberg und mit Marianne Luise Denker von Hardt verheiratet. Er starb am 10. März 1883 im Alter von 59 Jahren zu Marienberg.
-
Ludwig Häbel, geboren 8. Februar 1853, war Landwirt und Brennereibesitzer in Marienberg und starb daselbst am 28. Februar 1941 im 89. Lebensjahr. Er hatte bei den Jägern in Marburg seiner Militärdienstpflicht genügt und war Mitglied der Marienberger Freiwilligen Feuerwehr, zuletzt als Ehrenmitglied.
-
Wilhelm Albert Häbel aus erster Ehe mit Pauline Juliane Weber von Unnau wurde am 17. Oktober 1880 geboren und übernahm das väterliche Haus mit der Landwirtschaft und dem Brennereibetrieb. Er hat bei der Feldartillerie gedient und den ersten Weltkrieg (1914/18) mitgemacht. Seit 17. Oktober 1907 ist er mit Emma Pauline Zeiler, Tochter des Landwirts und Kirchenrechners Ludwig Zeiler und seiner Ehefrau Emilie, geb. Schütz zu Zinhain, verheiratet. Die Familie wird im Volksmund „Hawels" genannt. Kinder sind:
-
Adolf Ernst Friedrich Häbel, geb. 21. Dezember 1908 in Marienberg, Kaufmann, verh. seit 3. September 1938 in Marienberg mit Gertrud Charlotte Philippine Kahm, ev., geb. 24. November 1913 in Marienberg, Tochter des Kaufmanns Christian August Philipp Kahm und seiner Ehefrau Lina, geb. Schwarz zu Marienberg. Er fiel im zweiten Weltkrieg am 29. Juni 1944 in Rußland. (Nr. 36/47 Marienberg). Die Witwe ging am 4. Oktober 1952 mit dem Kaufmann Arno Wilhelm Heß aus Westerburg, wo er am 23. November 1913 geboren wurde, die zweite Ehe ein. Kaufmann Kahm stammt aus Dillenburg und übernahm nach dem Tode des Kaufmanns Emil v. St. George durch Kauf dessen gesamten Haus- und Grundbesitz mit dem Geschäftsbetrieb (Gemischtwarengeschäft) in Marienberg. Der Ehe entsprossen
-
Heidi Häbel, geb. 17. Oktober 1939 in Marienberg
-
Lutz Häbel, geb. 29. März 1943 in Marienberg
-
-
Hedwig Wilhelmine Häbel, geb. 9. September 1910 in Marienberg, verh. seit 12. Mai 1951 in Marienberg mit dem kaufmännischen Angestellten Arnold Knetsch zu Dillenburg, geb. daselbst am 16. Dezember 1910 als Sohn des Oberlokomotivführers i. R. Reinhard Knetsch und dessen Ehefrau Lina, geb. Dittmann.
-
Karl Ludwig Eugen Häbel, geb. 15. November 1912 in Marienberg, Landwirt, verh. seit 17. Juni 1950 in Marienberg mit Elise Emilie Stalp, geb. 20. Juni 1922 in Emmerichenhain, Tochter des Landwirts Wilhelm Adolf Stalp und seiner Ehefrau Anna Karoline, geb. Gey in Emmerichenhain. Er ist in der väterlichen Landwirtschaft tätig und führt sie mit dem Brennereibetrieb weiter.
-
Marta Luise Häbel, geb. 10. August 1914 in Marienberg, verh. seit 6. September 1940 mit dem Dentisten, jetzigen Zahnarzt Rudolf Becker, geb. 6. April 1912 in Bad Schwalbach, Sohn des Bauführers Wilhelm Becker und der Luise Karoline Raschert in Bad Schwalbach. Zur Ausübung der zahnärztlichen Praxis hat er sich in Rennerod im Westerwald niedergelassen.
-
-
Lina Häbel, geb. 7. April 1895, Alberts Halbschwester aus der zweiten Ehe seines Vaters mit Regina Uhr, heiratete am 29. Dezember 1918 den Landwirt und Mahlmüller Wilhelm Rübsamen zu Bach, geb. am 15. Dezember 1888 auf der obersten Mühle. Sie haben die Töchter
-
Elfriede Gertrud Rübsamen, geb. 30. November 1919, seit 29. Dezember 1943 mit dem Landwirt Hermann Sanner aus Wied, wo er am 8. Oktober 1908 geboren wurde, verheiratet. Der Ehe entsprossen:
-
Renate Heidemarie Sanner, geb. 9. Februar 1945 in Bach
-
Eberhard Hermann Sanner, geb. 8. Januar 1948 in Bach
-
Wolfgang Sanner, geb. 27. Juli 1951 in Bach
-
-
Elena Irmgard Rübsamen, geb. 13. Januar 1925, heiratete am 13. Januar 1949 den Bankangestellten Ernst Kober aus Pfuhl, geb. am 5. September 1924, der an der Westerwälder Volksbank in Marienberg tätig ist.
-
-
Anna Christine Häbel, geboren 2. Februar 1877, Albert Häbels leibliche Schwester aus der ersten Ehe seines Vaters, heiratete am 25. September 1897 den Kreiswiesenmeister Karl Sahm in Montabaur, gebürtig aus Marienberg. Er hatte sich in Montabaur angebaut und starb dort am 29. April 1951, wurde aber auf dem Marienberger Friedhof neben seiner in 1936 verstorbenen Ehefrau begraben.
-
Christine Häbel heiratet den Metzgermeister Karl Baldus. Kinder sind:
-
Lina Baldus, geb. 15. Dezember 1887, Witwe des Lehrers Hartmanshenn, heiratete am 5. November 1918 Wilhelm Sahm, geb. 7. Juni 1884, den jüngeren Bruder von Karl Sahm. Er war von 1918-1943 Bürgermeister von Marienberg, das ab 1. April 1939 zur Stadt erhoben wurde. Daneben war er längere Zeit Kreisdeputierter und nahm eine führende Stellung im Westerwaldverein ein. In Marienberg hat Bürgermeister Sahm segensreich gewirkt, starb aber dort, wo er 1942 auf Lebenszeit zum Stadtoberhaupt gewählt worden war, nach langwieriger Krankheit schon am 4. September 1943 und wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung von nah und fern auf dem Marienberger Friedhof zur letzten Ruhe gebracht.
-
Wilhelm Ludwig Karl Sahm am 21. Dezember 1919 geboren. Er besuchte nacheinander die Volksschule zu Marienberg und die Oberschule (Napoli) in Oranienstein, an der er am 23. Februar 1938 die Abschlußprüfung (Abitur) bestand. Unmittelbar darauf genügte er seiner Dienstpflicht im RAD (Reichsarbeitsdienst) und trat dann im November 1938 bei der Wehrmacht - den Panzerjägern - zur Ableistung seiner zweijährigen aktiven Militärdienstzeit ein. Er machte den zweiten Weltkrieg (1939/45) von Anfang bis zu seinem Ende mit und kämpfte auf fast allen Kriegsschauplätzen, zuletzt als Hauptmann in Italien. Dort geriet er am 1. Mai 1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 6. Januar 1946 in die Heimat entlassen wurde. Er ist im Besitz des EK II. und I. Klasse, der Ostmedaille, des Verwundetenabzeichens und noch anderer Auszeichnungen. Kurz nach seiner Heimkehr widmete er sich dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Mainz. Er hat die Referendarprüfung bestanden und ist jetzt als Lektor in einem Verlag in Bielefeld tätig.
-
Elisabeth Christine Sahm, die älteste Tochter, wurde am 14. Mai 1921 geboren, besuchte die Volksschule in Marienberg und die Mittelschule in Hachenburg, an der sie am 19. März 1937 die Schlußprüfung bestand, war dann 9 Monate im freiwilligen Arbeitsdienst für die weibliche Jugend tätig, besuchte anschließend von April bis Dezember 1940 die Haushaltungsschule in Marburg und wurde hierauf im Büro der Westerwaldbrüche zu Marienberg beschäftigt. Seit Juli 1946 im Paß- und Requisitionsbüro der Stadt Marienberg tätig, war sie zuletzt wieder bei den Westerwaldbrüchen im Bürodienst beschäftigt. Seit 5. Mai 1951 ist sie mit dem Konstrukteur Helmut August Wilhelm Nitz zu Hattersheim am Main verheiratet, der am 18. April 1915 in Köln a. Rhein geboren wurde.
-
Der Ehe entsproß am 22. August 1952 der Sohn Johannes-Werner Wilhelm Nitz
-
-
Henni Sahm, die andere Tochter, wurde am 23. November 1922 geboren und besuchte nacheinander die Volksschule in Marienberg, und die Mittelschule in Hachenburg, an der sie Ende März 1939 die Schlußprüfung bestand. Anschließend leistete sie ihre Dienstpflicht im Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend ab und absolvierte dann einen viermonatigen Dolmetscher(innen)-Kursus in Leipzig, Darauf kam sie als Sekretärin zu den Automobilwerken Daimler-Benz nach Stuttgart. Später - nach dem Waffenstillstand am 8. Mai 1945 - wurde sie als Dolmetscherin auf dem Paß- und Requisitionsbüro der Stadt Marienberg beschäftigt. Seit 26. Juni 1946 war sie mit dem Dipl.-Ing. Herbert Werner auf dem Posthof bei Rendsburg in Schleswig-Holstein, geb. am 13. Dezember 1914 in Rio de Janeiro, verlobt, den sie am 26. Juli 1947 in Marienberg geheiratet hat.
-
Marga Gertrud Sahm, Die jüngste Tochter, wurde am 23. Juli 1931 geboren und besuchte die Volks- und Mittelschule zu Marienberg. An der letzteren bestand sie im August 1947 die Abschlußprüfung. Sie wird nun im Postdienst auf dem Postamt Marienberg beschäftigt.
-
-
Heinrich Baldus, Metzgermeister
-
Adolf Baldus Metzgermeister in Marienberg und seine Ehefrau Hilda Anna, geb. Weber, gebürtig aus Unnau
-
Erich Karl Baldus, geb. 14. Juni 1919, ist gelernter Metzger und im Betrieb seines Vaters tätig, den er aller Wahrscheinlichkeit nach über kurz oder lang einmal selbst übernehmen wird. Er hat den zweiten Weltkrieg mitgemacht und befand sich lange Zeit in russischer Gefangenschaft, aus der er am 28. Dezember 1948 heimkehrte. Am 27. Mai 1950 verheiratete er sich mit Hilde Remy, die am 14. Dezember 1925 in Marienberg als Tochter des jetzigen Invaliden Louis Remy und der Rosa Schell geboren wurde. Der Ehe entsproß:
-
Juliane Gertrud Baldus geb. am 10. Januar 1952
-
-
Auguste Baldus, die Ehefrau des verstorbenen Amtsbaumeisters a.D. Carl Holtsträter in Marienberg.
-
-
-
Johannes Gerhard Steup geboren 16. Januar 1794 in Fehl-Ritzhausen, wanderte mit seiner Familie nach Amerika aus.
-
Johann Henrich Steup, Landmann zu Illfurth, geb. am 3. August 1797 in Hof, verh. seit 23. Oktober 1825 mit Catharina Weber, geb. 31. Juli 1807, Tochter des Martin Weber und der Anne Marie Habel, Landleute zu Hardt. Er starb am 1. November 1864, sie folgte ihm am 4. April 1873 im Tode.